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25 Jahre Hebammenpraxis gehen zu Ende

Die Hebammenpraxis Göttingen hat wundervolle 25 Jahre bestanden und insgesamt 25 Hebammen haben in all den Jahren ihren Beitrag dort geleistet, sie gestaltet und mit Ideen gefüllt. Am 20.1.1992 wurde Sie damals noch als Hebammengemeinschaft von 8 Frauen gegründet: Thorgund Bergen, Anna Blaack, Astrid Jost, Andrea Krause, Renata Raffel, Anja Ruschewski, Dagmar Struck und Ruth Wedemeyer. Alles begann in der Gothmarstraße 3.  2010 ist die Praxis in die Gartenstraße 13 umgezogen und dort hat sie bis Septemper 2016 bestanden.

Durch einen Brand am 24.9.2016 im Dachstuhl des Hauses war die Hebammenpraxis plötzlich gezwungen die Räume aufzugeben. Es war beeindruckend wie hilsbereit unser Umfeld war an allen Ecken gab es Angebote und helfende Hände. Und doch hat sich bisher nichts vergleichbares gefunden was auch mit 2-3 Mitgliedern zu bewerkstelligen wäre. Es ist nun an der Zeit einen Entschluss zu fassen und das Kapitel Hebammenpraxis Göttingen zu schließen. Es bewegt uns alle sehr denn jede von uns 25 Frauen hat in all diesen Jahren mit viel Herzblut Familien von der Familienplanung über Hausgeburten bis zum Ende der Stillzeit in diesen Räumen begleitet. Mütter, Väter und Kinder haben diesen Ort immerwieder bereichert und dazu beigetragen das wir Freude hatten in dieser Gemeinschaft zu arbeiten. Ein Ende bedeutet auch immer Neuanfang für uns als einzelne geht es weiter.

Gesine Engelhardt im Neumariahilf mit Kursen, Maren Lühmann im Neu Bethlehem, Hanna Klotzin im Krankenhaus Holzminden und Rückbildung für verweiste Mütter im Geburtshaus Göttingen und Julia Engelhardt als freie Hebamme mit Kursen in Behrensen. Informationen werden zukünftig bei Kidsgo zu finden sein aber auch die Website der Hebammenpraxis Göttingen soll weiterhin als Plattform dienen um ein passende Hebammenbgleitung zu finden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle zuallererst bei allen Familien die uns über die Zeit hinweg treu gewesen sind. Es war eine wunderschöne Zeit!

Ein großes Dankeschön an unsere Kollegin Irene Meyer und  Elena Heinzig die unsere Schwangeren und auch Mütter und ihre Kinder mit heilenden Händen begleitet haben.

Danke an Sonia Sammüller und Julia Freyberg die mit Yoga für Schwangere und Yoga für Mütter nach der Schwangerschaft unser Kursangebot erweitert haben.

Wir möchten uns auch bei Sarah Marwitz und Nilufar Banari bedanken, die in den letzten Monaten tolle Teamkolleginnen und Vertretungen waren und eine großartige Arbeit gemacht haben.

Eine tolle Zusammenarbeit über die Jahre waren auch die Familienbildungsstätte, das Kidsgo mit toller Unterstützung und Veröffentlichungen all unserer Texte, den Familienhebammen insbesondere Birgit Steinmetz Rösener , Tim Engelhardt der immer wieder unsere Website gepflegt hat, unsere tolle Putzfee Diana Christen und auch all die hilfsbereiten Praktikantinnen und Hebammenschülerinnen die in der ganzen Zeit so toll mitgeholfen haben.

Ein besonderen Dank auch an Ralph Schuhmann von Möbelino für die wahnsinnig tolle Hilfe und auch alle die in irgendeiner Form uns zur Seite gestanden haben.

Wir wünschen allen weiterhin alles Gute!

Gesine Engelhardt, Maren Lühmann, Hanna Klotzin und Julia Engelhardt

Hebammenpraxis Göttingen kämpft nach 24 Jahren ums Überleben

Noch geben sie nicht auf

Mehr als zwei Jahrzehnte haben sie unzählige Paare auf dem Weg ins Elternsein begleitet, vielen kleinen Menschen auf die Welt geholfen, jetzt steht die Hebammenpraxis Göttingen vor dem Aus. Die Hebammen müssen ihre Räume nach einem Brand in der Gartenstraße 13 aufgeben. Zwei Kolleginnen verlassen aus familiären Gründen die Praxis und nun steht das schon lange unterbesetzte Team großen Herausforderungen gegenüber.

Maren Lühmann, Julia Engelhardt, Gesine Engelhardt & Hanna Klotzin
Maren Lühmann, Julia Engelhardt, Gesine Engelhardt & Hanna Klotzin

Leider habe die Entwicklung der letzten Jahre dazu geführt, dass nur noch wenige Hebammen bereit seien, freiberuflich zu arbeiten. Da keine Sicherheit gewährleistet werden könne, würden immer weniger junge Frauen den Beruf der Hebamme erlernen, beklagt Julia Engelhardt.

Seit Jahren habe man eine Menge Arbeit mit wenigen Leuten bewerkstelligen müssen. „Es ist uns immer gelungen, eine harmonische Atmosphäre herzustellen, sodass Eltern und Kinder sich bei uns wohlfühlen konnten“, betont Engelhardt. Auch die Tatsache, dass das Team nun noch kleiner werde, mache einen Neuanfang schwer. Es sei traurig, wenn eine der ältesten Hebammenpraxen, die 24 Jahre bestanden habe, gezwungen sei, aufzugeben. „Und zwar nicht, weil keine Arbeit da ist, sondern weil wir deutschlandweit immer weniger Hebammen werden.“ fügen die Geburtshelferinnen hinzu.

Sie sind dankbar für das langjährige Vertrauen und eine tolle Zeit. Sie danken denen, die die Räume mit runden Bäuchen und Kinderlachen belebt haben, und auch den zahlreichen Helfern, die ihnen nach dem Brand zur Seite standen. Und noch geben sie nicht auf. Sie suchen tapfer nach einer Lösung, damit die Praxis weiterbestehen kann. Sie wollen auf jeden Fall weiterhin ein Netzwerk zur Verfügung stellen. So gibt es weiterhin Informationen auf der Website und auch über kidsgo werden alle interessierten (werdenden) Eltern zu den weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.